Korrosionsbeständige Food Line-Lager von SKF: Rezept für höhere Lebensmittelverträglichkeit und Zuverlässigkeit

Hygiene ist in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie oberstes Gebot. Ergo müssen die Player dieser Branche wirksame, vorbeugende Maßnahmen gegen mögliche Verunreinigungen ergreifen. Dabei gilt ihr Augenmerk nicht nur den rein technischen Spezifikationen der Anlagen: Besonders verantwortungsvolle Lebensmittelproduzenten beziehen in ihre „Vorsorge-Überlegungen“ auch gleich die Instandhaltung der Fertigung mit ein. Aus diesem Grund hat SKF das erste umfassende Sortiment an korrosionsbeständigen Lagern entwickelt, welches die speziellen Sicherheitsanforderungen und besonderen Bedürfnisse der Branche erfüllt.

Als Reaktion auf die immer schärferen Anforderungen an die Lebensmittel- und Getränkeindustrie hat SKF ein umfangreiches Sortiment an wartungsfreundlichen Lagern entwickelt, die in verschiedensten Produktionsumgebungen höchst anspruchsvolle Sicherheitsvorgaben erfüllen und sich außerdem durch eine lange Gebrauchsdauer auszeichnen. Ziel ist es, die Produktsicherheit für Lebensmittel- und Getränkehersteller sowie Verbraucher und Behörden gleichermaßen zu erhöhen.

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Für die Lebensmittel- und Getränkeindustrie hat SKF ein umfassendes Sortiment an korrosionsbeständigen „Food Line“-Lagern entwickelt, die die speziellen Sicherheitsanforderungen und besonderen Bedürfnisse der Branche erfüllen.
Beispielsweise erfordern die jüngsten Branchenvorgaben – wie z. B. der „US Food Safety Modernization Act“ oder auch die ISO 22000 –, dass Unternehmen verstärkt Anlagen und Prozesse einsetzen, die eventuelle Produktverunreinigungen während der Herstellung so weit wie irgend möglich verhindern. Das stellt die in der Lebensmittelproduktion eingesetzten Lager vor mehrere Herausforderungen: Infolge starker Temperaturschwankungen sowie hoher Feuchtigkeit, wie sie in der Branche typisch sind, leiden die Produktionsanlagen unter verstärkter Korrosion bzw. Verschleiß. Dazu trägt die erforderliche Reinigung der Fertigungsstraßen mit Hochdruckwasserstrahlen und aggressiven, der Desinfektion dienenden Mitteln ihr Übriges bei.

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All diesen Umständen zum Trotz muss die Technik selbst bei Instandhaltungs- und Lageraustauschmaßnahmen zuverlässig und vor allem sauber funktionieren – schließlich sollen dabei beispielsweise keine Bauteile oder auch Schmierstoffe in die Fertigungskette gelangen. Aus diesen Gründen hat SKF eine „Food Line“ genannte Produktfamilie entwickelt. Deren Kern bilden Rillenkugellager mit Ringen, Wälzkörpern, Käfigen und Dichtungsträgerplatten aus nichtrostendem Stahl nach Industriestandard.

Für besonders anspruchsvolle Umgebungen bietet SKF darüber hinaus spezielle „MRC Ultra“-Rillenkugellager aus einem eigenentwickelten, äußerst korrosionsbeständigen Stahl mit hohem Stickstoffgehalt (HNCR) sowie Keramik-Wälzkörpern an. Diese Variante zeichnet sich durch eine drastisch verlängerte Ermüdungslebensdauer aus.

Die Lager beider Reihen sind werksseitig mit einem von der NSF in Kategorie H1 zertifizierten Fett vorgeschmiert. Dieses Fett ist für den gelegentlichen Kontakt mit Lebensmitteln zugelassen. Gemäß den FDA-Empfehlungen sind die synthetischen Gummidichtungen in den Lagern auch blau eingefärbt, um sie im Falle eines Falles leichter im Produktionsfluss erkennen zu können. Darüber hinaus tragen die SKF Food Line-Rillenkugellager aus korrosionsbeständigem Stahl die EG-Zulassung.

Eine Alternative zur herkömmlichen Fettschmierung stellt die SKF „Solid Oil“-Technologie dar. Dabei handelt es sich um eine mit lebensmittelverträglichem Schmieröl gesättigte Polymermatrix: Sie schützt das Lager-Innere vor Verunreinigungen, ist gegenüber den meisten beim Abspritzen verwendeten Chemikalien beständig und emulgiert auch nicht. Dabei füllt Solid Oil den Raum innerhalb des Lagers vollständig aus. Da Käfig und Wälzkörper somit komplett ummantelt (verkapselt) sind, wird ein „Atmen“ verhindert – anders als in herkömmlichen Lagern, bei denen es durch die Temperaturveränderungen zwischen den Betriebs- und Reinigungszyklen dazu kommen kann, dass Feuchtigkeit eintritt und somit Korrosion verursacht.

Dass die Solid Oil-Polymermatrix zwei- bis viermal so viel Öl wie herkömmliche gefettete Lager enthält, verlängert außerdem die Schmierstoffgebrauchsdauer – was wiederum den Wartungsaufwand senkt und deshalb insbesondere in schwer zugänglichen Bereichen äußerst vorteilhaft ist.

Ihren Mehrwert haben entsprechende SKF Lösungen in der Praxis selbst bei anspruchsvollsten Anwendungen wiederholt unter Beweis gestellt. Bei einem großen Eiscremehersteller beispielsweise drang Feuchtigkeit in die bis dato benutzen Lager des Härtungstunnels ein – und die daraus resultierende Korrosion führte zu vorzeitigen Ausfällen der Lager. Erschwert wurde die Situation durch das „Atmen“ während der Reinigungszyklen – eine Folge des raschen Temperaturanstiegs in den Lagern von –45°C auf +25°C.

SKF ersetzte die herkömmlichen Lager an 32 zentralen Punkten der Maschine durch MRC HNCR Einheiten, die mit lebensmittelverträglichem Solid Oil geschmiert und zudem durch eine speziell bearbeitete, optisch erkennbare Schutzlippe mit FDA-Zulassung geschützt waren. Dank der neuen Ausführung profitiert der Kunde nun von einer Verlängerung der erwarteten Lagerlebensdauer von einem auf sechs Jahre*. Da außerdem die periodische Nachschmierung mit herkömmlichem Fett entfällt, besteht eine wesentlich geringere Gefahr von Produktverunreinigungen. Nicht zuletzt ergeben sich dadurch zusätzliche Produktivitätsvorteile.

Nähere Informationen über SKF Kugellager aus korrosionsbeständigem Stahl für die Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie sind unter http://www.skf.com/de/industry-solutions/food-and-beverage/product-news/index.html verfügbar.

*Diese Prognose basiert auf der Analyse nach einem Betriebsjahr.

 

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(publ)