SKF auf der IZB: Neues Rotor-Positionslager für Elektro- und Hybridfahrzeuge

Für den Hybrid- und Elektrofahrzeugmarkt hat SKF ein neues, „universelles“ Rotor-Positionslagerdesign entwickelt

Auf der heute beginnenden IZB in Wolfsburg zeigt SKF unter anderem ein neues, kompaktes Rotor-Positionslager. Die jüngste Generation eignet sich für alle riemengetriebenen Starter-Generator-Anwendungen – sowohl im etablierten 12V-Bereich als auch in kommenden 48V-Bordnetzen.

Der riemengetriebene Starter-Generator (Belt-driven Starter Generator; BSG) hat sich bei der Auslegung von Antriebssträngen für Mild-Hybridfahrzeuge bewährt: Das Konzept stellt eine kostengünstige Lösung zur Senkung des Kraftstoffverbrauchs und der CO2-Emissionen dar. Zu diesem Zweck ermöglicht das Gerät u. a. Schnellstart und -stopp sowie regeneratives Bremsen (Rekuperation) und liefert beim Beschleunigen zusätzliche Power.

Die jüngste Generation von SKF Rotor-Positionslagern ist ebenso kompakt wie robust und eignet sich sowohl für aktuelle 12V- als auch künftige 48V-Systeme

Um wirklich effizient arbeiten zu können, muss die elektronische Steuereinheit des BSG permanent und verzögerungsfrei die Rotorposition und / oder -geschwindigkeit erfassen. Das lässt sich mit Hilfe eines Rotor-Positionslagers (in Kombination mit einem direkt ins Steuergerät integrierten Sensor) äußerst zuverlässig und wirtschaftlich bewerkstelligen. Aus diesem Grund hat SKF in den letzten Jahren – in enger Zusammenarbeit mit einem der weltweit führenden BSG-Hersteller – ein Rotor-Positionslagerdesign entwickelt, das in der Branche als Benchmark betrachtet werden kann.

Inzwischen steigen sogar manche „Neulinge“ in die Produktion von BSGs ein, da der Markt für Hybrid- und Elektrofahrzeuge mit hoher Wahrscheinlichkeit wachsen wird. Um sich selbst auf die Anforderungen dieses erweiterten Herstellerkreises vorzubereiten, hat SKF nun ein „universelles“ Rotor-Positionslagerkonzept realisiert: Es ist axial kompakt, aber dennoch robust und lässt sich dadurch problemlos in aktuelle wie zukünftige BSG-Designs integrieren.

Die jüngste Generation der Rotor-Positionslager von SKF verfügt über ein Gehäuse (das sowohl das Lager selbst als auch den Magnetring beinhaltet), welches einem „normalen“ freistehenden Lager ähnelt. Deshalb lässt es sich ganz einfach auf die vorgesehene Lagerstelle der BSG-Welle aufpressen – direkt neben dem Steuergerät. Da der Magnetring auf dem Lageraußenring montiert ist, nehmen die axialen Abmessungen des BSG – trotz der Sensorintegration durch das Lager – nicht zu. Außerdem sind die neuen Rotor-Positionslager sowohl für aktuelle 12V- als auch für zukünftige 48V-Systeme geeignet.

In der Praxis werden die SKF Rotor-Positionslager jeweils als kundenspezifische Einheiten ausgeliefert, die ein abgedichtetes Lager und einen magnetischen Impulsring zur Messung der Rotorwinkelposition und / oder -geschwindigkeit integrieren. Sie können in einer Vielzahl von Antriebswellenanwendungen und elektrischen Maschinen zum Einsatz kommen. Dabei widerstehen sie schweren Störmagnetfeldern sowie starken Vibrationen und wirken nicht zuletzt elektrischem Rauschen entgegen. So liefern sie auch unter der Motorhaube, im Bereich riemengetriebener Starter-Generatoren und Fahrmotoren, hochwertige magnetische Impulse.

Diese und weitere effizienzsteigernde Lösungen für die Automobilindustrie zeigt SKF noch bis zum 18. Oktober auf der IZB in Wolfsburg. Besucher der IZB finden SKF in Halle 5 am Stand 5301.